„Aufschwung Ost“ bei „Kiels fittester Firma“

Juni 8, 2009

Am Montag nutzte ich eine Dienstreise nach Dresden, um unsere Vision von „Kiels fittester Firma“ auch in den neuen Bundesländern zu verbreiten; unser „Wir sind der Aufschwung“-Team unterstützte also für einen Tag den „Aufschwung Ost“. Ich hoffe, dass das Mare uns für diese außergewöhnliche Aktion Sonderpunkte gibt – gerecht wäre es!
Leider hatte diese Dienstreise keinen guten Start:

  • Auf dem Flughafen Hamburg fischte bei der Hinreise ein sogenannter Security-Mitarbeiter meine Zahnpasta-Tube aus meinem Handgepäck. Die Zahnpasta sei ein Sicherheitsrisiko, sagte er. Die Menge an Zahnpasta in der Tube sei zu groß; daher könne ich die Tube nicht im Handgepäck an Bord nehmen. Die Alternativen waren: Zahnpasta-Tube als Gepäckstück aufgeben und im Gepäckraum des Flugzeugs transportieren lassen oder aber Zahnpasta-Tube jetzt und gleich wegschmeißen. Ich entschied mich für die zweite Variante und ließ den sogenannten Security-Mitarbeiter weiter seine wichtige Arbeit machen. Gut, dass er eingegriffen hat und mich davor bewahrt hat, die gefährliche Tube mitzunehmen.
  • Auf der S-Bahn-Fahrt vom Dresdner Flughafen zum Dresdner Hauptbahnhof wurde ich des Schwarzfahrens verdächtigt. Ich hatte zwar am Automaten eine Fahrkarte gekauft, diese Karte aber nicht richtig abgestempelt und „entwertet“. Zum Glück hatte der Fahrkartenkontrolleur ein Einsehen mit mir. Ich versprach, so etwas NIE NIE wieder zu tun, brauchte die 40 Euro fürs Schwarzfahren zum Glück nicht bezahlen, und musste als Strafe „nur“ seine ewig lange Gardinenpredigt zum Thema „Beförderungsbedingungen“ ertragen.

Fitter wurde ich in Dresden bei einem einstündigen Lauf durch den wunderbaren Volkspark.
Hier konnte ich endlich mal eine längere Strecke laufen, OHNE jemand anderen mit einem Shirt von Zippels Läuferwelt zu treffen. Zum Beweis meiner sportlichen Aktivität hier meine Laufstrecke in Dresden (protokolliert mit modernen GPS-Technik):

Laufstrecke durch den Volkspark Dresden

Meine Laufstrecke durch den Volkspark Dresden

Eigentlich wollte ich mit meiner Wegstrecke die Wörter „WIR SIND DER AUFSCHWUNG“ nachbilden. Beim Anblick dieses schönen Parks habe ich meinen Plan aber leider sofort vergessen und es nicht gemacht – schade! Ich schlage vor, diesen wunderschönen Park in Kiel in Innenstadtnähe nachzubauen. Dies ist mein Vorschlag für die genaue Lage in Kiel:

Dresdner Park in Kiel

Dresdner Park in Kiel - wär schon schön!

Hallo, Herr Albig, mit so einem Projekt kommen Sie in die Geschichtsbücher. Bitte kümmern Sie sich. Es lohnt sich.

Nach dem Laufen tat ich noch etwas für die internationale Völkerfreundschaft und gab meinem Körper die durch den Sport verbrauchten Kalorien wieder zurück – und zwar bei einer US-amerikanischen Restaurant-Kette („The Golden Arches“). Das war schön. Um danach noch etwas Gesundes zu essen, gab es hinterher drei Cookies von Subway als Nachtisch. So macht „Aufschwung Ost“ Spaß.

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„Kiels fitteste Firma“: Erstes Team-Meeting

Juni 4, 2009

Am Donnerstag legte unser Team beim Wettbewerb „Kiels fitteste Firma“ noch einen Zahn zu. Wir veranstalteten unser erstes richtiges gemeinsames Mannschafts-Treffen; wir waren fast komplett anwesend, was mich sehr erfreute.

Leider gab es bei dem Termin weder Kaffee noch Kekse. Das leider dachte ich im ersten Moment. Aber dann fiel mir ein: Moment mal, wir wollen ja fitter werden. Da sollten wir auf Naschis und andere Zwischenmahlzeiten konsequent verzichten (besonders sollten wir Rücksicht auf unsere Kolleginnen nehmen, die gerade eine „Diät“ machen).

Wir verabredeten zwei gemeinsame Abend-Termine, um als Mannschaft noch stärker zusammenzuwachsen und den Team-Spirit zu beschwören. Auf eine gemeinsame Hymne, einen Schlachtruf, eine Tätowierung und eine Frisur für alle konnten wir uns leider nicht einigen. Es blieb die Hoffnung auf gute Team-T-Shirts, die uns das Mare (hoffentlich) spätestens am Wettkampftag zur Verfügung stellen sollte. So sind wir, was unser Äußeres betrifft, leider nicht besser als die anderen Mannschaften, denn alle Teams sollen vom Veranstalter eigene Shirts bekommen.

Die Konkurrenz ist groß: Insgesamt sind 14 Firmen mit ihren Teams am Start, 132 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer sind dabei (diese Zahlen habe ich aus dem ersten offiziellen Newsletter des Mare, der mich heute erreichte – was für eine Freude).

Am Donnerstagabend musste ich unser Familien-Auto von der Kfz-Werkstatt abholen. Ich kombinierte diese Aufgabe mit meinem Ziel, ein wertvolles Mitglied der Sieger-Mannschaft von „Kiels fitteste Firma“ zu werden. Daher zog ich meine Laufsachen an und lief – fitter werdend – zur ATU-Werkstatt – vorbei an Supermärkten, Baumärkten, Autohäusern und einem kleinen skandinavischem Möbelhaus, in den Ohren die aktuelle Folge meines Lieblings-Podcasts von der ganzen Welt, dem „Ohrensessel“ von Bernd Begemann (und zwar Folge 158 „Barbies größte Erfolge“, trotz des doofen Thema sehr lustig – mit einem Ausblick auf Disney-Klassiker und Typen mit Dackelblick und „50er Jahre Mitleids-Masche“).

Kaum war ich richtig ausgepowert und schlapp, erreichte ich die Kfz-Werkstatt. So stand ich schwitzend und tropfend in der ATU-Filiale und wartete darauf, die Reparatur bezahlen und in unser Auto einsteigen zu können. Leider war das ATU-Verkaufspersonal vom großen Andrang (drei Kunden) kurz vor Feierabend (18:15 Uhr) ziemlich überfordert. Ich stand mir die Beine in den Bauch, während ein Verkaufsmitarbeiter einem weiterem Kunden erklärte, dass die Papierrolle für die Kasse aufgebraucht sei und er neue holen müsse. Der andere Verkaufsmitarbeiter erklärte zeitgleich dem dritten Kunden, dass die Papierrolle für die Kasse aufgebraucht sei und er auch eine neue holen müsse.

Das komplette Verkaufspersonal verschwand daraufhin durch eine Tür, die mit „Zutritt nur für Personal“ bezeichnet war. Nach etwa zehn Minuten kamen beide mit etwa der gleichen Anzahl an Papierrollen (also auch zehn) zurück, bestückten ihre Kassen neu, und irgendwann wurde ich dann auch mal bedient, durfte bezahlen und nach Hause fahren. Es lebe ATU, es lebe die Fitness!

Training für „Kiels fittester Firma“ macht schlauer

Juni 3, 2009

Heute war mal wieder ein Tag voller Erkenntnisse – was habe ich nicht alles gelernt:

  • Der größte Feind der Fitness ist nicht die Trägheit und das wechselhafte Wetter, sondern der Feierabendverkehr.
  • Objektiv schlanke Kolleginnen halten sich für „zu dick“, nur weil ihr „Lieblings-Italiener“ dies angeblich behauptet – wo ist da der Zusammenhang?
  • Muskelkater kommt so sicher wie das Amen in der Kirche, auch wenn man gar nicht religiös ist.
  • Es regnet immer dann, wenn man dringend im Garten etwas reparieren, umbauen oder aufbauen muss.
  • Kaum ist man total schlapp vom Sport und kann vor Schmerzen kaum noch gehen, scheint die Sonne und lädt zum Waldlauf ein.
Keep On Rockin' In A Free World

Keep On Rockin' In A Free World

Heute waren wir im Mare und haben ganze zwei Runden am Fitness-Geräte-Zirkel geschafft. Mitte der zweiten Runde bin ich „eingebrochen“ und konnte nicht mehr weiter. Mit meinem Schweiß hätte man so manchen kleinen Wüstenstaat in eine blühende Oase verwandeln können – aber: Jammern nützt nichts – es geht weiter!

5. Trainingstag bei “Kiels fittester Firma” – Fit ohne Fitness-Center

Juni 1, 2009

An diesem schönen und schön langen Pfingst-Wochenende habe ich versucht, ganz ohne das Mare Fitness-Center Sport zu treiben. Man kann ja auch essen, ohne hungrig zu sein, trinken, ohne durstig zu sein, und schlechte Laune verbreiten, ohne selber schlechter Stimmung … also, die Botschaft ist angekommen, oder??? Daher: Warum nicht mal ganz ohne ein Fitness-Center fitter werden? (Okay, das sind doofe, hinkende Vergleiche – dann hinke ich eben wie ein Vergleich herum, macht auch fit!)

Ich lief am Wochenende dreimal bei tollem Wetter meine Lieblings-Laufstrecke, um so noch fitter zu werden. Könnte man meine Laufstrecke vom Weltall aus sehen, dann hätte man vermutlich diesen wunderbaren Anblick:

Meine "Runde"

Meine "Runde"

Leider ist dieser Kreis aber vom Weltall aus ziemlich „unsichtbar“, da meine Schuhe keinerlei „bleibende“, geschweige denn deutlich sichtbare Eindrücke hinterlassen. Sehen würde man wohl nur dann etwas, wenn meine Laufschuhe einen leuchtenden Schweif oder so hinter sich her ziehen würden. Leider ist ein Schuh mit solchen Features für mich viel zu teuer (wäre aber ein prima erster Preis für den Wettbewerb „Kiels fitteste Firma“ – vielleicht eine Anregung für das Mare?)

Ein schöner Film über einen Hersteller von Laufschuhen ist übrigens „Elizabethtown“, über den man hier mehr erfährt und den man hier bei amazon.de kaufen kann, wenn man will.

Schön zum Thema Laufen passt natürlich immer das „Ministry of Silly Walks“, das ich Euch hier nicht vorenthalten will:

„Mein Sport-Wochenende“ hatte ansonsten noch einen Höhe- und einen Tiefpunkt.

  • Höhepunkt: Werder Bremen gewann DFB-Pokal gegen die „Werkself“ von Bayer Leverkusen, also die „Bayerelf“ („Bayerelf“ ist ein komischer Name – hat die Betriebssportmannschaft des Mineralölkonzerns Elf Aquitaine vielleicht den Namen Elfelf? Das wäre wenigstens originell und etwas lustig! Lustiger als der Name des Pillendreherteams von Leverkusen).
  • Tiefpunkt: Turnverein Hassee-Winterbek e. V. von 1904:-( Mir fehlen die …

4. Trainingstag bei „Kiels fittester Firma“ – nach der Arbeit zum Workout

Mai 27, 2009

Heute am vierten Trainingstag war mein dritter Besuch im Mare (falls dies verwirrt, bitte die Ausführungen zum ersten Tag lesen), erstmals schlich sich sowas wie Routine ein. Das stört aber nicht!

Kurzzeitig waren fünf von meinem Team gemeinsam am Trainieren – ich bin begeistert. Fünf sind fast die halbe Mannschaft. Der Teamgeist wächst, wir halten zusammen, die Chancen der Konkurrenz schwinden, vom Feeling her habe ich ein gutes Gefühl!

Heute war für mich nur Zeit, um den Fitness-Geräte-Zirkel einmal zu absolvieren. Einmal bringt auch schon was, besonder Schweiß, aber auch etwas Fitness. Die Extra-Portion Fitness des heutigen Tages holte ich mir in einer ganzen Stunde „Workout“ (das „gezielte Ganzkörpertraining“ für alle Muskelgruppen und Problemzonen, womit nicht meine beiden linken Hände und die zehn Daumen gemeint sind).

In diesem Kurs war ich fast der einzige männliche Teilnehmer. Weil die ganze Sache ziemlich anstrengend war und meinen Körper und meinen Geist komplett in Anspruch nahm, kriegte ich von meiner Umgebung und meinen (zu 99%) weiblichen Mit-Workout-erinnen sowieso fast nichts mit.

In der ersten halben Stunde hüpften wir längs und quer durch eine kleine Sporthalle mit vielen Spiegeln und ein paar merkwürdigen Schnüren an der Decke. Wir hörten dabei ein ewig langes Elektro-Tanz-Matsch-Mugge-Synthi-Sound-Stück, das laut aus den Lautsprecherboxen kroch (und zum Glück mein Schnaufen überlagerte) und uns den Rhythmus (1-2-3-4-1-2-3-4-1-2-3-4) vorgab.

In der zweiten halben Stunde des Workout-Kurses lagen wir hauptsächlich auf Turnmatten und quälten unsere Körper, indem wir Arme und Beine nacheinander ziemlich unnatürlich weit ausstreckten, teilweise sogar gleichzeitig einen Arm und ein Bein. Wenn das genauso fit macht, wie es schmerzte, dann war es gut!

Geleitet wurde der Kurs von einer netten Vorturnerin-Trainerin. Sie scheint früher im Schausteller-Gewerbe gearbeitet zu haben (Indiz: ihre Stimme). Ich erwartete ständig, dass sie die neuen Bingo-Zahlen durchgibt oder mit dem Spruch „Gewinnegewinnegewinne“ zum Losekaufen animiert- war aber alles nicht.

Alle paar Minuten schaute ich auf die Uhr – ziemlich schnell bereute ich mein Wagnis mit dem „Workout“. Nach einer Stunde war der Kurs zu Ende und ich total fertig. Zum Abschluss gab es Musik, die mich an den „König der Löwen“ erinnerte. Habe ich den Djungel der Fitness erreicht?

Zum Glück begleitete mich bei dem Kurs eine Kollegin, die ausgebildete Aerobic-Lehrerin ist. Das gab mir ein gutes Gefühl bei der ganzen Sache (alleine hätte ich mich bestimmt nicht getraut!). Ich dachte die ganze Zeit, sie würde mich retten und eingreifen, falls es für mich bei dem „Workout“ zu gefährlich wird. Zum Glück musste sie nichts machen – alles war gut – und wir danach noch fitter – Yeah!

Auf der Rückfahrt diskutierten wir im Auto die richtige Art der Reinigung unserer Sportklamotten: Die Bandbreite reichte von „vom Regen trocknen lassen“ (ziemlich innovativ, vermutlich mit Anti-Materie-Regen) bis zu „nass aufhängen und dann einfach wieder so anziehen“. Beides teste ich bis zum nächsten Training. Ich werde berichten, wie es war.

Auf dem Weg nach Hause lerne ich noch, dass man auch dann vom Regen ziemlich nass werden kann, auch wenn man fit ist oder fit werden will. Dem Regen ist es egal.

ManU verliert das Champions League Finale gegen eine spanische Mannschaft – schade! Hoffentlich ist dies kein schlechtes Omen für uns. Und hoffentlich macht es der THW Kiel am Sonntag besser, wenn es gegen eine andere spanische Mannschaft geht.