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„Kiels fitteste Firma“ – das große Finale

Juli 4, 2009

Heute sollte sich zeigen, ob unsere großen Entbehrungen (keine Döner nach 22 Uhr) und unsere häufigen Trainingseinheiten (im Fitness-Geräte-Zirkel, beim Power-Aerobic und auch sonst beim Sport) der letzten Wochen sich gelohnt hatten – heute war das lange erwartete Kräftemessen mit den Teams der anderen „fitten Firmen“ angesagt – heute war endlich FINALE.

Das Wetter sorgte für ideale Wettkampfbedingungen; die knallende Sonne der letzten Tage machte Pause, es war etwas bedeckt, aber trotzdem ziemlich warm.

Unser Team traf sich um 10:50 Uhr vor dem Mare zur letzten Lagebesprechung, zum Verteilen der Wettkampf-Bekleidung (schicke T-Shirts mit unserem Team-Namen drauf in praktischer Rapskäfer-Anlock-Farbe und leider fast so atmungsaktiv wie eine Frischhaltefolie) und zum gegenseitigen Mut machen. Das für mich bestellte T-Shirt in Größe XXL war leider nicht dabei – schocking! Ich musste mir eines in M anziehen. Zum Glück waren während der letzten Wochen ein paar Kilos von meiner Körperfülle auf der Strecke geblieben. So passte mir das Shirt knapp, es ging also! An mir sollte die Mission nicht scheitern.

Um 11 Uhr versammelten sich alle zehn Teams, die beim Finale des Wettbewerbs „Jammern nützt nichts – Kiels fitteste Firma gesucht“ antraten, unter freiem Himmel im Restaurant des Mare Fitness-Centers. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Wettkampfleitung vom Mare und einer Vorstellungsrunde bekamen wir einen „Laufzettel“ mit unseren Aufgaben für die nächsten ca. vier Stunden – das Finale ging los, und wir starteten mit unseren Fitness-Aufgaben:

  • Bei der ersten Aufgabe ging es um Schmecken und Riechen, nicht direkt eine Standard-Disziplin in Sachen Fitness, für unser Team aber keine echte Herausforderung. Bis auf ein Nahrungsmittel konnten unsere Experten in Sachen Sinnesorgane alles richtig erriechen und erschmecken. Kollegin K. und Kollege F. brachten uns schon vom Start weg weit nach vorne – SUPER!
  • Die zweite Aufgabe hatte schon mehr mit Fitness zu tun: Radfahren und Rudern als Ausdauerübungen waren angesagt, und zwar beides auf  Simulatoren. Unsere Kollegen H. und T. gaben alles und verausgabten sich richtig. Schön, dass sie zu unserem Team gehörten und nicht zur Konkurrenz. So sprudelten noch mehr Punkte auf unser Team-Konto – SUPER.
  • Die dritte Aufgabe forderte die Nerven des ganzen Teams. Ein Team-Mitglied musste mit einem Fahrrad möglichst langsam auf einem holprigen Sandweg eine Runde fahren, ohne dabei mit dem Fuß aufzukommen und damit die Fahrt zu unterbrechen. Je länger man brauchte, desto mehr Punkte gab es. Musste man hingegen die Fahrt vor Ende der Runde unterbrechen, dann gab es gar keine Punkte. Für diese Fahrt hatte man maximal 15 Minuten Zeit. Kollegin S. aus K. übernahm für unser Team diese Aufgabe, was ein echter Glücksgriff war. Sie fuhr ihre erste Runde extrem langsam und ergatterte für unser Team sehr, sehr viele Punkte, musste sich kurz vor Ende der Runde aber mit dem Fuß abstützen – damit waren alle Punkte wieder verloren, und unser Nerven lagen blank. Tja, schon das Zugucken war anstrengend – ehrlich! Zum Glück hatte sie noch Zeit für eine zweite Runde und fuhr in dieser dann fehlerfrei und sogar Streckenrekord (der leider von einem späteren Team noch eingestellt wurde): Noch mehr Punkte für uns – SUPER.
  • Aufgabe vier war „Boxen“ auf einer Wii-Spielkonsole. Hier konnte ich meine ca. 30-jährige Erfahrung im Bereich Videospiele endlich einmal sinnvoll einsetzen – ENDLICH. Kollegin N., Kollege T. und ich traten gegen zwei Schüler an. Wir gewannen alle unsere Kämpfe durch K.O. und gingen dann weiter zur nächsten Aufgabe – auch SUPER.
  • In der fünften Aufgabe mussten zwei Team-Mitglieder an vier Geräten vom Fitness-Geräte-Zirkel zeigen, welche Kräfte in ihnen steckten. Weil die gestemmten, gehobenen, gedrückten und sonstwie bewegten Gewichte in Relation zum Körpergewicht der Athleten als Punkte für unser Team zählen sollten, war uns nicht auf Anhieb klar, wer von uns die Aufgabe absolvieren sollte. Nach einer kleineren Diskussion entschieden wir uns für Kollegin W. und für Kollege T. Beide machten ihre Aufgabe prima, litten für uns, quälten sich für uns und erhöhten so unser Punktekonto weiter – SUPER.
  • Bei der Aufgabe Nummer sechs konnten wir uns alle einbringen. In einem „Wikinger-Schach“ genannten Spiel musste man kleine Holzklötzen aus etwa zwei bis drei Metern Entfernung mit kleinen Holzklötzchen umwerfen. Das hört sich jetzt vielleicht etwas merkwürdig an, ist es auch. Mit Fitness hatte es eher wenig zu tun, lustig war es trotzdem. Auch hier schlugen wir uns wacker, wenn auch nicht so souverän wie bei den anderen Aufgaben – trotzdem SUPER

Als letzte Aufgabe stand ein Wissensquiz in Sachen Fitness und richtiger Ernährung auf dem Programm. Dieses Quiz sollte von allen Teams gleichzeitig absolviert werden. Da wir nicht nur schnell müde, sondern auch schnell fertig waren (schneller als andere Teams), hatten wir vor dem Quiz noch etwas Zeit und konnten uns in der Wettkampfpause dem Mittagessen zuwenden. Ich hatte erwartet, dasss uns das Mare Fitness Center heute zum Essen einladen würde – denn wir waren die Hauptpersonen des Wettbewerbs um „Kiels fitteste Firma“. Aber leider wollte man für einen Grillteller (anderes gab es nicht) richtiges Geld haben. Dies fand ich nicht fair und boykottierte daher das „offizielle“ Essen – ich labte mich stattdessen an den Power-Energy-Protein-Giant-Wellness-Health-Riegeln, die überall auf dem Gelände herumlagen und trank ein paar Giant-Wellness-Health-Power-Energy-Protein-Drinks, die ich neben den Power-Energy-Protein-Giant-Wellness-Health-Riegeln fand.

  • Als sich dann alle Teams auf dem Quiz-Spielfeld eingefunden hatten, konnte endlich die letzte Aufgabe des heutigen Tages, das QUIZ starten. Das Quiz war sehr stark angelehnt an diese Spielshow für Kinder, weitere Ausführungen kann ich mir daher ersparen. Es gab zu insgesamt 20 Fragen je drei mögliche Antworten. Von jedem Team konnten vier fitte Menschen am Quiz teilnehmen und Punkte sammeln. Unser großer Wissensschatz und eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung führten dazu, dass wir beim Quiz fast die Maximal-Punktzahl erreichten – SUPER.

Nach dem Quiz hieß es dann warten, warten und warten – auf die Siegerehrung. In unserem Team herrschte die Meinung vor, dass wir insgesamt ein gutes Ergebnis abgeliefert hätten – wir vermuteten, dass wir wohl mit unserer Leistung im Mittelfeld gelandet seien.

So war es allerdings nicht: Denn wir konnten den dritten Platz erringen – und damit Bronze. Ich war begeistert! Und wir lagen nur sehr knapp hinter dem zweiten Platz – auch SUPER!

Bronze – genau wie Klinsmann 2006 bei der WM in Deutschland mit den Jungs, die den Adler tragen.

Gestört hat mich am Finale, das ansonsten sehr schön war, dass der Zeitplan leider nicht eingehalten wurde und sich die Siegerehrung daher sehr weit nach hinten verschob. Leider gab es oft sehr viel Leerlauf zwischen den Aufgaben; und bei den Aufgaben konnten meistens nur ein oder zwei Mitglieder der Teams aktiv werden und seine bzw. ihre Fitness unter Beweis stellen – das war schade.

Dies hat zwar gar nichts mit dem Wettbewerb zu tun, ist aber einer meiner liebsten „Klassiker“:

Ich werde in Zukunft weniger laufen und weniger trainieren, dafür mehr Fahrrad fahren – ist auch schön.

Der Wettbewerb um „Kiels fitteste Firma“ hat mich persönlich voran gebracht, wofür ich dankbar bin. Es war eine sehr schöne Aktion. Aber jetzt bin ich auch froh, dass ich nun mehr Zeit für andere Dinge habe!

4. Trainingstag bei „Kiels fittester Firma“ – nach der Arbeit zum Workout

Mai 27, 2009

Heute am vierten Trainingstag war mein dritter Besuch im Mare (falls dies verwirrt, bitte die Ausführungen zum ersten Tag lesen), erstmals schlich sich sowas wie Routine ein. Das stört aber nicht!

Kurzzeitig waren fünf von meinem Team gemeinsam am Trainieren – ich bin begeistert. Fünf sind fast die halbe Mannschaft. Der Teamgeist wächst, wir halten zusammen, die Chancen der Konkurrenz schwinden, vom Feeling her habe ich ein gutes Gefühl!

Heute war für mich nur Zeit, um den Fitness-Geräte-Zirkel einmal zu absolvieren. Einmal bringt auch schon was, besonder Schweiß, aber auch etwas Fitness. Die Extra-Portion Fitness des heutigen Tages holte ich mir in einer ganzen Stunde „Workout“ (das „gezielte Ganzkörpertraining“ für alle Muskelgruppen und Problemzonen, womit nicht meine beiden linken Hände und die zehn Daumen gemeint sind).

In diesem Kurs war ich fast der einzige männliche Teilnehmer. Weil die ganze Sache ziemlich anstrengend war und meinen Körper und meinen Geist komplett in Anspruch nahm, kriegte ich von meiner Umgebung und meinen (zu 99%) weiblichen Mit-Workout-erinnen sowieso fast nichts mit.

In der ersten halben Stunde hüpften wir längs und quer durch eine kleine Sporthalle mit vielen Spiegeln und ein paar merkwürdigen Schnüren an der Decke. Wir hörten dabei ein ewig langes Elektro-Tanz-Matsch-Mugge-Synthi-Sound-Stück, das laut aus den Lautsprecherboxen kroch (und zum Glück mein Schnaufen überlagerte) und uns den Rhythmus (1-2-3-4-1-2-3-4-1-2-3-4) vorgab.

In der zweiten halben Stunde des Workout-Kurses lagen wir hauptsächlich auf Turnmatten und quälten unsere Körper, indem wir Arme und Beine nacheinander ziemlich unnatürlich weit ausstreckten, teilweise sogar gleichzeitig einen Arm und ein Bein. Wenn das genauso fit macht, wie es schmerzte, dann war es gut!

Geleitet wurde der Kurs von einer netten Vorturnerin-Trainerin. Sie scheint früher im Schausteller-Gewerbe gearbeitet zu haben (Indiz: ihre Stimme). Ich erwartete ständig, dass sie die neuen Bingo-Zahlen durchgibt oder mit dem Spruch „Gewinnegewinnegewinne“ zum Losekaufen animiert- war aber alles nicht.

Alle paar Minuten schaute ich auf die Uhr – ziemlich schnell bereute ich mein Wagnis mit dem „Workout“. Nach einer Stunde war der Kurs zu Ende und ich total fertig. Zum Abschluss gab es Musik, die mich an den „König der Löwen“ erinnerte. Habe ich den Djungel der Fitness erreicht?

Zum Glück begleitete mich bei dem Kurs eine Kollegin, die ausgebildete Aerobic-Lehrerin ist. Das gab mir ein gutes Gefühl bei der ganzen Sache (alleine hätte ich mich bestimmt nicht getraut!). Ich dachte die ganze Zeit, sie würde mich retten und eingreifen, falls es für mich bei dem „Workout“ zu gefährlich wird. Zum Glück musste sie nichts machen – alles war gut – und wir danach noch fitter – Yeah!

Auf der Rückfahrt diskutierten wir im Auto die richtige Art der Reinigung unserer Sportklamotten: Die Bandbreite reichte von „vom Regen trocknen lassen“ (ziemlich innovativ, vermutlich mit Anti-Materie-Regen) bis zu „nass aufhängen und dann einfach wieder so anziehen“. Beides teste ich bis zum nächsten Training. Ich werde berichten, wie es war.

Auf dem Weg nach Hause lerne ich noch, dass man auch dann vom Regen ziemlich nass werden kann, auch wenn man fit ist oder fit werden will. Dem Regen ist es egal.

ManU verliert das Champions League Finale gegen eine spanische Mannschaft – schade! Hoffentlich ist dies kein schlechtes Omen für uns. Und hoffentlich macht es der THW Kiel am Sonntag besser, wenn es gegen eine andere spanische Mannschaft geht.