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4. Trainingstag bei „Kiels fittester Firma“ – nach der Arbeit zum Workout

Mai 27, 2009

Heute am vierten Trainingstag war mein dritter Besuch im Mare (falls dies verwirrt, bitte die Ausführungen zum ersten Tag lesen), erstmals schlich sich sowas wie Routine ein. Das stört aber nicht!

Kurzzeitig waren fünf von meinem Team gemeinsam am Trainieren – ich bin begeistert. Fünf sind fast die halbe Mannschaft. Der Teamgeist wächst, wir halten zusammen, die Chancen der Konkurrenz schwinden, vom Feeling her habe ich ein gutes Gefühl!

Heute war für mich nur Zeit, um den Fitness-Geräte-Zirkel einmal zu absolvieren. Einmal bringt auch schon was, besonder Schweiß, aber auch etwas Fitness. Die Extra-Portion Fitness des heutigen Tages holte ich mir in einer ganzen Stunde „Workout“ (das „gezielte Ganzkörpertraining“ für alle Muskelgruppen und Problemzonen, womit nicht meine beiden linken Hände und die zehn Daumen gemeint sind).

In diesem Kurs war ich fast der einzige männliche Teilnehmer. Weil die ganze Sache ziemlich anstrengend war und meinen Körper und meinen Geist komplett in Anspruch nahm, kriegte ich von meiner Umgebung und meinen (zu 99%) weiblichen Mit-Workout-erinnen sowieso fast nichts mit.

In der ersten halben Stunde hüpften wir längs und quer durch eine kleine Sporthalle mit vielen Spiegeln und ein paar merkwürdigen Schnüren an der Decke. Wir hörten dabei ein ewig langes Elektro-Tanz-Matsch-Mugge-Synthi-Sound-Stück, das laut aus den Lautsprecherboxen kroch (und zum Glück mein Schnaufen überlagerte) und uns den Rhythmus (1-2-3-4-1-2-3-4-1-2-3-4) vorgab.

In der zweiten halben Stunde des Workout-Kurses lagen wir hauptsächlich auf Turnmatten und quälten unsere Körper, indem wir Arme und Beine nacheinander ziemlich unnatürlich weit ausstreckten, teilweise sogar gleichzeitig einen Arm und ein Bein. Wenn das genauso fit macht, wie es schmerzte, dann war es gut!

Geleitet wurde der Kurs von einer netten Vorturnerin-Trainerin. Sie scheint früher im Schausteller-Gewerbe gearbeitet zu haben (Indiz: ihre Stimme). Ich erwartete ständig, dass sie die neuen Bingo-Zahlen durchgibt oder mit dem Spruch „Gewinnegewinnegewinne“ zum Losekaufen animiert- war aber alles nicht.

Alle paar Minuten schaute ich auf die Uhr – ziemlich schnell bereute ich mein Wagnis mit dem „Workout“. Nach einer Stunde war der Kurs zu Ende und ich total fertig. Zum Abschluss gab es Musik, die mich an den „König der Löwen“ erinnerte. Habe ich den Djungel der Fitness erreicht?

Zum Glück begleitete mich bei dem Kurs eine Kollegin, die ausgebildete Aerobic-Lehrerin ist. Das gab mir ein gutes Gefühl bei der ganzen Sache (alleine hätte ich mich bestimmt nicht getraut!). Ich dachte die ganze Zeit, sie würde mich retten und eingreifen, falls es für mich bei dem „Workout“ zu gefährlich wird. Zum Glück musste sie nichts machen – alles war gut – und wir danach noch fitter – Yeah!

Auf der Rückfahrt diskutierten wir im Auto die richtige Art der Reinigung unserer Sportklamotten: Die Bandbreite reichte von „vom Regen trocknen lassen“ (ziemlich innovativ, vermutlich mit Anti-Materie-Regen) bis zu „nass aufhängen und dann einfach wieder so anziehen“. Beides teste ich bis zum nächsten Training. Ich werde berichten, wie es war.

Auf dem Weg nach Hause lerne ich noch, dass man auch dann vom Regen ziemlich nass werden kann, auch wenn man fit ist oder fit werden will. Dem Regen ist es egal.

ManU verliert das Champions League Finale gegen eine spanische Mannschaft – schade! Hoffentlich ist dies kein schlechtes Omen für uns. Und hoffentlich macht es der THW Kiel am Sonntag besser, wenn es gegen eine andere spanische Mannschaft geht.